Was machst du, wenn du im Leben nicht vorankommst?

Kennst du das Gefühl im Leben festzustecken? Nicht voranzukommen, obwohl du es eigentlich unbedingt willst? Du steckst einfach fest und weißt nicht, woran es liegt.

Ich kenne das Gefühl nur allzu gut.

Letztes Jahr habe ich versucht vorwärts zu kommen und die Projekte, die mir sehr am Herzen liegen zu verwirklichen. Ich hing aber irgendwie das komplette Jahr fest. Ich kam nicht wirklich voran, obwohl ich wusste was ich wollte. Ich konnte ganz klar und deutlich sehen, was ich machen möchte und wusste, dass es gut werden würde. Aber irgendwie ging es einfach nicht. Ich war blockiert.

Ich hing zuvor auch schon fest. Damals wusste ich aber nicht, was ich will. Das machte die ganze Sache zeitweise unerträglich für mich. Es dauerte zu dem Zeitpunkt Jahre, um mich wieder vorwärts bewegen zu könne. Genau auf dieses Thema werde ich auch in meinem nächsten Buch eingehen, da ich es mehr als wichtig finde!

nicht vorankommen

Inzwischen bin ich wieder im Flow und es läuft. Meine Augen glänzen, wenn ich vor meinem Laptop oder Notizbuch sitze oder anderen von meinen Ideen erzähle.

Die letzten zwei Wochen war ich in Chiang Mai und habe eigentlich nur geschrieben, gegessen und geschlafen. Aber es fühlte sich richtig an und die Worte wollten einfach raus. Es lief also komplett ohne Anstrengung.

Was hat mir geholfen wieder in den Flow zu kommen?

Wenn du nicht weiterkommst, bedeutet es dass du gerade im Leben irgendwo angekommen bist, wo du nicht sein möchtest. Du weißt vielleicht wohin du willst, hast aber keine Ahnung wie du dahin kommst bzw. kannst dich einfach nicht vorwärts bewegen.

Ich lebe generell eher langsam. Das heißt Prozesse brauchen bei mir auch etwas länger. Ich durchlebe jeden einzelnen Schritt intensiv. Deshalb entschied ich mich zu ab einem gewissen Punkt dazu nichts zu machen. Ich akzeptierte einfach, dass es gerade nicht vorwärts geht und verschwendete eine Zeit lang keine Gedanken mehr an mein Vorhaben. Ich hab mich einfach anderen Dingen gewidmet, die nicht so viel Zeit und Aufmerksamkeit beanspruchten. Oder eher Dingen, die mir keine Angst machten.

Meistens ist es nämlich schlicht und ergreifend die Angst, die uns nicht vorankommen lässt. Auch wenn sie oft in ganz anderen Kleidern daherkommt und schwer zu erkennen ist.

Wenn wir uns nicht vorwärts bewegen und an der selben Stelle bleiben sind wir sicher. Diese Sicherheit lässt uns aber nicht wachsen und nicht dorthin kommen, wo wir gerne wären.

Wenn du wachsen möchtest und deine Träume real werden lassen willst dann musst du loslassen und Risiken eingehen. Dich auf das Ungewisse einlassen und in dich und das Leben vertrauen.

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Vor welchem Schritt hast du also Angst?

Sei ehrlich zu dir. Ganz im Inneren weißt du nämlich wovor du Angst hast.

Ist deine Beziehung vielleicht schon längst am Ende und du möchtest es dir nicht eingestehen?

Fühlst du dich zunehmend schlechter weil du keinen Sport treibst und dich schlecht ernährst und willst es nicht ändern?

Ist es an der Zeit deinen Job zu kündigen, an dich selbst zu glauben und dich selbstständig zu machen?

Sobald du diese ehrliche Unterhaltung mit dir selbst führst, hast du den ersten Schritt hinter dir und kannst den nächsten gehen. Das löst dann einen Prozess aus, der dich noch viele weitere Schritte gehen lässt und dich Schritt für Schritt dorthin führt, wo du hinmöchtest.

Ich habe für mich gemerkt, dass ich Angst davor hatte etwas Neues anzugehen, den nächsten Schritt zu wagen. Ich wollte mich einfach klein halten, da es dort gemütlich war. Außerdem gebe ich mit jedem Projekt und jedem Wort nur noch mehr von mir preis. Das macht mich noch verletzlicher und angreifbarer. Doch sagte mir mein Gefühl, dass ich weitermachen sollte. Es war an der Zeit für Veränderung und neue Herausforderungen. Nur hatte ich einfach tierisch Schiss davor.

Die letzten Jahre waren voller Veränderungen, weshalb ich dachte, dass es schön wäre einfach mal stehenzubleiben. Doch war es nicht mein Gefühl, dass stehenbleiben wollte, sondern mein Verstand. Und das ist ein riesengroßer Unterschied. Wenn du fühlst, dass du eher eine Pause brauchst, dann gönne sie dir auch. Wenn du aber gerne etwas tun würdest, du aber blockiert bist, ist es an der Zeit dich mit deinen Ängsten auseinanderzusetzen.

Kommentare

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  1. Janina 1 Jahr ago

    Ganz genau so fühle ich mich gerade! Ich stecke fest und weiß momentan nicht wie ich aus diesem Loch herauskommen soll. Meinen Job mag ich nicht, aber ich wüsste derzeit keine Alternative wie ich sonst meine Miete bezahlen soll. Meine Gedanken drehen sich im Kreis…bzw fahren Achterbahn.
    Dazu die Angst, dass ich mich falsch entscheide. Wenn ich versuche mich jemandem zu reden, bekomme ich nur als Antwort, dass ich doch froh sein soll einen Job zu haben und dass es doch sicher nicht so schlimm sei (bla bla bla).

  2. Lia Rienzi 1 Jahr ago

    Toller Beitrag. Ich kenne solche Phasen auch. Es ändert sich so viel durch die Art und Weise wie wir damit umgehen, wenn etwas ins stocken gerät. Gehen wir dagegen oder nehmen wir es an und lassen uns darauf ein. Begegnen wir unserer Angst oder laufen wir vor ihr davon.

    Danke <3

    Lia

  3. Annika 1 Jahr ago

    Ich habe fast 1,5 Jahre in so einer Blockade gesteckt und weiß sehr gut, was du meinst! Ich habe mich selbstständig gemacht und dadurch mein Herzensprojekt, meinen Blog für Lebensgenießer, links liegen gelassen. Aber ich habe gemerkt, dass ich nach und nach immer unzufriedener wurde. Vielleicht ist das so mit Herzensprojekten: Die Angst vor dem Unbekannten, der Größe oder einfach vor dem Versagen blockiert uns derart, das wir uns nicht bewegen können. Dann muss man manchmal einfach den Mut fassen, den Hintern zusammenkneifen und einfach loslegen. Denn die wichtigen Dinge im Leben sind es wert. Danke für deinen ehrlichen Beitrag!

    Alles Liebe
    Annika

  4. Wayuu 12 Monaten ago

    Bei mir ging es auch sehr lange ganz genau so, aber mittlerweile ist wieder alles im Grünen Bereich. So ist das leben, es geht immer auf und ab.

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