Zu sich selbst finden: 4 Tricks in Rollenspielen

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Hi, Ich bin eve

Heute mal etwas ganz anderes, aber auch nicht weniger interessant. Durch Kongresse mit digitalen Nomaden, hab ich ab und zu Leute kennengelernt, die Rollenspiele lieben. Deshalb heute ein Post dazu, der aber nicht von mir verfasst wurde. Rollenspiele gehören nicht erst seit Skyrim und The Witcher 3 zu einem der beliebtesten Genres unter den Videospielen. Gothic 1 war schon 2001 ein großer Erfolg und etablierte Rollenspiele schon recht früh.

Welches genau das erste Rollenspiel war, kann man heute gar nicht mehr so genau sagen. Zwei recht unbekannte Anwärter gibt es auf diesen Titel: „dnd“ und „pedit5“. Beide haben offensichtlich gemeinsam, dass sie das 1974 erschienene Spiel Dungeons & Dragons zum Vorbild hatten. In beiden Titeln geht es vor allem darum, ein gelbes Männchen durch eine enge Umgebung zu leiten. Gegen die Ungeheuer der Welt hat das Männchen Schild und Schwert zur Verfügung. Das Besondere an Rollenspielen ist, dass man richtig mit seinem Charakter verschmelzen kann.

Rollenspiel

Identifikation mit dem Charakter

Rollenspiele können mittlerweile weitaus mehr und man kann sich als Spieler dank besserer Grafik viel besser mit dem Charakter selbst identifizieren. Gewissermaßen erlauben es Rollenspiele dem Spieler, seine eigene Identität unvoreingenommen zu hinterfragen. Mit diesem Prozess kann man zu sich selbst finden und seine eigenen Probleme differenzierter betrachten.

Dass man mit modernen Rollenspielen zu sich selbst finden kann, liegt unter anderem an den hervorragenden Charakter-Editoren vieler moderner RPG Games. Mittlerweile erlauben einige Rollenspiele es dem Spieler, jedes noch so kleine Detail eines Gesichts und Körpers zu verändern. Abstand der Augen, Form der Augen, Länge und Farbe der Wimpern, Muttermale im Gesicht und so weiter. Wer möchte, kann also versuchen, seinen Charakter möglichst nah am eigenen Erscheinungsbild auszurichten.  Dann gelingt es noch besser, sich mit dem Charakter und den Geschehnissen im Spiel zu identifizieren. Und gewissermaßen kann man auf diese Weise auch zu sich selbst finden.

Alles ausprobieren

Gerade Rollenspiele mit offener Welt wie beispielsweise Skyrim laden dazu ein, dem Entdeckerdrang freien Lauf zu lassen und alles zu erkunden. Nach dazu bietet die Spielwelt eine große Vielzahl an Interaktionsmöglichkeiten. So kann man beispielsweise als Leseratte aktiv sein und alle Bücher des Spiels sammeln. Oder man vertieft sich in die Pflanzenkunde der Welt und wird zum Alchemisten. Man kann sich auch als Schmied, Magier, Dieb, Drachentöter Werwolf, Vampir und Herrscher versuchen – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Durch diese Vielfalt kann man für sich selbst herausfinden, was einem am meisten Spaß macht und was eher Arbeit darstellt. Jeder Spieler nimmt die Tätigkeiten anders wahr. Das sieht man auch gut an den Rezensionen zu Red Dead Redemption 2, bei dem so mancher Spieler die Detailverliebtheit der Entwickler zwar zu schätzen wusste, den Anspruch auf Realismus aber aufgrund der langwierigen Tätigkeiten verfluchte. Nicht jedem Spieler gefällt es, stundenlang zu angeln, das Pferd zu pflegen oder das Lager auszubauen.

Reflektieren und so zu sich selbst finden

Um zu sich selbst finden zu können, reicht es nicht, einfach nur Rollenspiele zu spielen. Man muss sich auch anschließend die Zeit nehmen und in Ruhe über das Erlebte reflektieren. Wo erkennt man Parallelen zum eigenen Leben? Welche spaßbringenden Aktivitäten kann man auch in der Realität ausüben und damit vielleicht sogar Geld verdienen? Das muss natürlich nicht eins zu eins dieselbe Aktivität sein, sondern kann auch eine Tätigkeit mit ähnlichen Anforderungen sein. Wenn man sich Gedanken dazu macht, wer man ist und wer man sein will, können die Erfahrungen aus Videospielen auf jeden Fall dazu beitragen, dass man zu sich selbst finden kann. Für die Spieler, die Red Dead Redemption 2 aufgrund der etwas repetitiven Aufgaben negativ bewertet haben, kann diese Erfahrung vielleicht immerhin eines bedeuten: Sie sollten sich im Leben Tätigkeiten aussuchen, die abwechslungsreich sind und bei denen sie immer wieder etwas Neues erleben.

Tischrollenspiele

Noch besser klappt es mit der Selbstfindung oft bei Tischrollenspielen. Dabei wird jedem Mitspieler eine bestimmte Rolle zugeteilt. Unter Anleitung eines Spielers kann man bei einem solchen Tischrollenspiel gemeinsam mit seinen Freunden fiktive Abenteuer erleben und besser zu sich selbst finden.

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