Wer mehr vom Leben will, muss loslassen können

loslassen können

Ich bin nach wie vor in Chiang Mai und durfte vor zwei Wochen das Loi Krathong Festival miterleben.

Loi Krathong ist ein Lichterfest, das in Thailand im zwölften Monat des traditionellen Lunisolarkalenders bei Vollmond gefeiert wird. Gewöhnlich fällt es in den November.

Es werden selbstgebastelte Schiffchen auf den Fluß gesetzt und dabei Ärger, Sorgen und alles Negative aus dem vergangenen Jahr hinuntergespült. Der thematische Schwerpunkt des Festivals ist ganz klar: loslassen können!

Danach werden noch Laternen angezündet und in die Luft geschickt, die das Loslassen noch bestärken sollen.

Ein unglaublich schönes und wichtiges Fest, wie ich finde. Es ist so wichtig und befreiend, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und positiv in die Zukunft zu schauen. Es macht leicht und unbeschwert. Dennoch ist das Loslassen der Vergangenheit einer der schwierigsten Parts für uns.

Das Lichterfest hat mich nachdenklich gestimmt. Ich hab mir Gedanken darüber gemacht, was und wen ich in den letzten Jahren loslassen musste und was aus meinem Leben noch verschwinden muss.

loslassen können

 

Warum loslassen so wichtig ist:

 

Aufräumen & Platz für Neues schaffen

Loslassen gleicht aufräumen auf eine Gewisse Art und Weise. Wenn du zu viele Dinge unsystematisch anhäufst, greift es deinen Körper und Geist an.

Dein Bewusstsein kommst zwar mit dem ganzen Müll irgendwie klar, dein Unterbewusstsein leider aber nicht! Es wird dich immer wieder daran erinnern, dass da noch Dinge unerledigt sind und darauf warten erledigt zu werden.

 

Weiterentwicklung

Wenn du an Dingen festhältst, die nicht gut für ich sind, lähmt es dich nur und hindert dich daran, dich weiterzuentwickeln und dein Potenzial voll auszuschöpfen. Sobald du loslässt, kommst du zur Ruhe und wächst dann auch dadurch.

 

Wir verändern uns stetig

Leben bedeutet Wandel! Wir wandeln uns und das Leben auch. Oder sagen wir eher – das Leben lässt uns wandeln! Das bedeutet, dass du dich im Laufe deines Lebens immer wieder von Menschen und Orten, sowie von Gedanken und Wünschen verabschieden musst. Flexibilität ist also das A und O!

 

Mehr Lebensenergie

Wer an Dingen festhält, die eigentlich schon längst aufgegeben und verloren sind – also zur Vergangenheit gehören – der raubt sich ganz bewusst Lebensenergie. Wenn du deine volle Lebensenergie zurückgewinnen willst, ist Loslassen deine einzige Chance!

 

Beseitige Druck & Erwartungen

Bei einem sind es zu hohe Erwartungen an sich selbst, die einen verkrampfen und scheitern lassen, bei anderen sind es wiederum die Erwartungen und Ansprüche der Familie oder des Partners.

Druck kann auch entstehen, wenn du dich Problemen nicht stellst, du unangenehmen Dingen und Situationen dauerhaft ausweichst oder wenn zwischenmenschliche Konflikte wachsen und diese nicht angegangen werden.

Das Schlimmste ist aber, wenn du Verlust, Schmerz und Trauer ignorierst und verdrängst. Wenn du so etwas nicht verarbeitest, werden die Narben nur tiefer und lassen sich nur schwerer wieder auflösen.

In all diesen Fällen kann dich Loslassen spürbar von einer Last befreien. Der erste notwendige Schritt dazu ist es aber zu akzeptieren, dass die Last existiert und du sie bisher ignoriert hast. Meistens löst sich nach der Akzeptanz vieles schon von selbst auf.

 

Deine Träume leben

Wie willst du deine Träume leben, wenn du nichts in deinem Kopf und Leben veränderst? Wenn du an alten Dingen festhältst, die dir schaden oder dich nicht weiterbringen, wird sich auch niemals etwas für dich ändern.

 

Nicht umsonst gibt es das Sprichwort:

„Wenn du etwas haben willst, was du noch nie hattest, musst du etwas tun, dass du noch nie getan hast.“ 

 

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Kommentare

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  1. Dominique 3 Jahren ago

    Liebe Eve,
    ein sehr schöner Artikel!
    Das Thema „Loslassen“ ist in diesem Jahr auch sehr aktuell bei mir gewesen – so habe ich u.a. meinen gutbezahlten Job in einem angesehenen Konzern (zumindest aus Sicht der anderen!) losgelassen.
    Gleichzeitig habe ich mich von den Vorstellungen von anderen verabschiedet, wie mein Leben auszusehen hat.
    Auch wenn es letztlich für mich beides Mal ein sehr „befreiendes“ Loslassen war, war es trotzdem nicht immer ganz einfach – vor allem, wenn man sich für Neues entscheidet, was viele andere nicht verstehen können.
    Aber ich glaube genau das ist auch das Problem der meisten Menschen, dass sie viel zu lange – teilweise ihr ganzes Leben – an alten Dingen und Vorstellungen festhalten, also nicht loslassen können. Und am Ende ihres Lebens dann sehr oft feststellen müssen, dass sie sich nicht verändert haben und quasi stehengeblieben sind – und letztlich oft das Leben von anderen gelebt haben, ohne ihre eigenen Träume zu erfüllen.
    Ich bin sehr glücklich, dass ich das Gott sei Dank früh genug erkannt habe, wie wichtig dieses Loslassen ist.
    Danke nochmals für den Artikel & liebe Grüße aus Köln,
    Dominique

    • Author
      Evelin Chudak 2 Jahren ago

      Liebe Dominique,

      danke & Glückwunsch, dass du deinen Job losgelassen hast 🙂
      Es erfordert großen Mut den „eigenen“ Weg einzuschlagen. Daher trauen sich leider viele nicht. Und da andere sich nicht trauen, verstehen sie natürlich nicht, wie du den scheinbar so sicheren Weg verlassen konntest und dein wahres Potenzial nun lebst.
      Ich glaube, dass Angst über die meisten Menschen regiert! Gäbe es diese Existenzangst nicht, würde ja jeder machen, was er will und unser System würde zusammenbrechen.

      Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg 🙂

      Liebe Grüße aus Thailand,
      Eve

  2. Marvin 2 Jahren ago

    Wunderschöne Fotos!! – wird es davon Postkarten oder Poster geben?
    LG,
    Marvin

    • Author
      Evelin Chudak 2 Jahren ago

      Danke 🙂 Bisher nicht. Wäre aber eine Überlegung wert!
      LG
      Eve

  3. Svenja 2 Jahren ago

    Hallo liebe Eve.
    Danke für diesen tollen Artikel.
    Ich habe vor drei Monaten mein Work and travel in Australien gestartet. Und obwohl es hier so schön ist und ich sogar die Liebe wieder für mich entdeckt habe, musste ich anfangs oft weinen, über Dinge, die meiner Meinung nach längst der Vergangenheit angehörten. Anfangs war ich verwirrt und wusste nicht, was mit mir los ist. Mittlerweile aber weiß ich, dass ich durch den Abstand von meinem alten Leben eine ganz neue Sicht auf meine Vergangenheit erhalten habe und vieles noch ein mal kurz aufleben und überdenken konnte. Gefühle, die ich damals einfach unterdrückt habe, sind wieder hochgekommen. Ich war gezwungen meinen alten Ängsten und Sorgen in’s Auge zu blicken, aber habe festgestellt, dass das eben meine Vergangenheit ist und nichts, worüber ich jetzt noch traurig sein muss. Jetzt, wo ich das erkannt habe, fühle ich mich um einiges leichter.
    Was für mich noch interessant zu wissen wäre ist, wie kann ich meine Ängste am besten loslassen? Ich wünschte es gäbe dafür eine richtige Methode, aber wahrscheinlich muss die jeder Mensch für sich alleine herausfinden.
    Ganz liebe Grüße sende ich dir aus Perth! 🙂

    • Author
      Evelin Chudak 2 Jahren ago

      Liebe Svenja,
      super, dass durch den Abstand eine neue und klarere Sicht kriegen konntest!
      Oftmals müssen wir dafür einmal komplett aus dem alten Leben raus.
      Ich glaube, dass man Ängste am besten los wird, indem mach sich ihnen stellt und sie als das ansieht, was sie in Wirklichkeit sind..nämlich keine Probleme.
      Grüß mir mein Lieblingsland 🙂
      Eve

  4. SiMoNe 8 Monaten ago

    Liebe Eve,

    du hast recht, loslassen ist so wichtig und gleichzeitig auch so schwer.
    Auch ich habe es gewagt und meinen sicheren Job gekündigt um neue Wege zu gehen. Ich kann noch nicht sagen wohin mich mein neuer Weg führen wird, aber wie John Lennon einst sagte „Life is what happens to you while you are busy making plans“. Und so plane ich nun erst mal meinen Rucksacktrip nach Irland. Es ist so viel passiert in diesem Jahr, dass loslassen zu meiner wichtigsten Therapie geworden ist. Als nächstest lasse ich materielle Dinge los und entrümpel meine Wohnung. Den ein oder anderen Menschen konnte ich noch nicht wirklich los lassen, aber ich arbeite daran. Schritt für Schritt zum neuen Ich 🙂

    Herzliche Grüße,
    Simone

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