Wer bin ich?

Es ist so einfach, sich in den Stimmen, Meinungen und Idealen anderer zu verlieren. Jeder hat einen guten Ratschlag parat oder weiß angeblich, was gut für dich ist. Wird der Einfluss von Außen zu groß, dann weißt du ab einem Punkt gar nicht mehr wer du bist.

Eine Freundin von mir, die momentan auf Bali ist, hatte zwischenzeitlich das Gefühl, zurück nach Deutschland zu müssen, da alles andere ein Davonlaufen zu sein schien. So beurteilen es jedenfalls viele Außenstehende, die sich entschieden haben einen anderen Weg zu gehen. Dazu kommen dann noch zehntausend Ratschläge von Freunden und Bekannten. Sie konnte ihr eigenes Bedürfnis von dem anderer nicht mehr unterscheiden und war verwirrt. Ich kenne es selbst nur allzu gut. Wenn ich mich mit vielen Menschen unterhalte und Ratschläge erhalte, wird es immer schwerer die innere Stimme wahrzunehmen.

Das mit dem Davonlaufen mag auch in manchen Fällen stimmen, in anderen Fällen wiederum nicht. Nicht jeder, der sich auf eine Reise begibt, läuft vor seinen Problemen davon..
Meine Freundin ist ein Freigeist und möchte sich gerne für eine Weile treiben lassen. Daran ist auch nichts auszusetzen.

Wer bin ich?

Ich kann mich selbst noch allzu gut daran erinnern: als ich anfing viel zu reisen, gab es ein paar Leute, die mir immer wieder weismachen wollten, dass ich einfach nur davonlaufe. Heute kann ich ganz klar sagen, dass es nie der Fall war. Ich wollte einfach nur frei leben und die Welt erkunden. Meine Seele schrie regelrecht danach. Das Reisen wurde mit der Zeit dann immer langsamer und der Wunsch nach einer Bliebe immer größer. Das war aber ein ganz natürlicher Prozess, der sich langsam entwickelte. Und jeder geht da seinen eigenen Weg. Mehr dazu gibt es in meinem Buch Freiheit beginnt im Kopf.

Oder aus einer anderen Perspektive betrachtet, kann es ein Davonlaufen sein, das einfach nötig ist, um mit der nötigen Distanz auf das eigene Leben zu schauen und sich dadurch weiterentwickeln zu können.

Sich dann den Meinungen anderer zu beugen und Externes über das eigene Innenleben und seine Bedürfnisse zu stellen ist schade. Denn ab dem Punkt leidest du und bist nicht mehr glücklich.

Du vernachlässigst dich dann selbst.

Es gibt so viele Möglichkeiten, sich selbst zu verlieren und die innere Stimme und seine eigenen Werte zu ignorieren.

Sich in Beziehungen verlieren


Viele von uns verlieren sich in Beziehungen. Manche verstellen sich und stellen ihre eigenen Bedürfnisse zurück. Die Toleranzgrenze wächst, was nicht unbedingt etwas Schlechtes sein muss. Doch wenn gelitten und der Mund gehalten wird, nur um es dem Partner recht zu machen, dann geht es zu weit.
Denn dann gehst du zugrunde, nur um deinem Partner zu gefallen. Nur weiß dein Partner dann überhaupt, wer du in Wirklichkeit bist?

 

I will not lose myself trying to find love in your heart.
I’ve gotten better at choosing myself over my cravings for acceptance. – Pierre Jeanty

Kenne deine Grenzen

Gibt es Menschen, die deine Grenzen überschreiten? Dann sage es ihnen.
Kenne deine Grenzen und lockere sie nicht, nur weil dir jemand sagt, dass es übertrieben sei.

Es sind deine persönlichen Grenzen und die Menschen, die deine Grenzen nicht akzeptieren, haben auch nichts in deinem Leben zu suchen.

Es wird Menschen geben, denen deine Grenzen egal sein werden. Das sind aber genau die Menschen, die dich krank und traurig machen. Sie lassen dich an deinen Werten und Idealen zweifeln.

Gleichzeitig fordern dich genau diese Menschen dazu heraus, dich mit dir selbst besser auseinanderzusetzen. Du lernst dich besser kennen und weißt, was dir gut tut und was nicht.

DU allein entscheidest, wie weit andere bei dir gehen dürfen.

 

Daring to set boundaries is about having the courage to love ourselves, even when we risk disappointing others. – Brene Brown

 

Lass dich nicht zu sehr beeinflussen

Es gibt Leute, die Meister der Manipulation und Beeinflussung sind. Beeinflussen sie dich zu guten Dingen und Wachstum, dann ist dem auch nichts auszusetzen.
Passiert dies aber, damit sich die andere Person besser fühlt und sich dadurch einen Vorteil verspricht, dann solltest du dich von dieser Person verabschieden. Ansonsten verlierst du dich Stück für Stück selbst und auch deine Wahrheit.

Es gab schon Menschen, die mich haben schlecht fühlen lassen, nur damit sie sich besser fühlten. Es geht bei den Personen dann selten um dich, sondern fast ausschließlich nur um sie. Einen fairen Austausch gibt es in solchen Beziehungen und Freundschaften nicht.

Medien und unrealistische Ideale

Es sind aber nicht nur Freunde, Bekannte oder Familienmitglieder, die Einfluss auf uns haben. Auch die Medien spielen eine große Rolle. Sie zeigen uns, was wir essen sollten, wie wir aussehen sollten und was wir alles besitzen sollten.

Hollywoodfilme zeigen uns, wie unsere Beziehungen auszusehen haben. Alles, was dann nicht nach den romantischen Vorstellungen verläuft, ist folglich enttäuschend.

Manche Menschen führen monogame Beziehungen und andere polygame. Es gibt Patchworkfamilien und Kernfamilien. Nichts davon ist richtig oder falsch. Jeder muss für sich selbst entscheiden, wo die persönlichen Grenzen und Vorlieben liegen. Jeder entscheidet seine Regeln selbst. Nur ist es in einer Partnerschaft wichtig, dass beide Seiten dieselben Werte haben.

Romantic movies ruin relationships.
They give woman unrealistic expectations about what to expect from men.
Porn has the effect on man. – Unknown

Es gibt kein Richtig und auch kein Falsch. Für jeden sind es andere Werte und Ideale, die wichtig sind. Und dabei zählt nur, nach Innen zu horchen, um zu spüren, was sich stimmig anfühlt und was nicht.

Denn wenn du dich selbst verlierst, dann verlierst du alles.

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